Die Untersuchung von projektüberdauernden, netzwerkartigen sozialen Beziehungen, die sich nicht allein mit den Kategorien ´Betrieb´ oder ´Netzwerk´ i.S. einer Unternehmenspartnerschaft fassen lassen, steht im Mittelpunkt des soziologischen Erkenntnisinteresses. Mit einer Fokussierung auf Projekte als überbetriebliche Organisationsform wissensintensiver Arbeit und der Untersuchung ihrer Entstehungsgeschichte sowie ihres Fortgangs widmen wir uns der Frage, wie aus Projekten Netzwerke entstehen.
Dabei sollen zum einen die Implikationen von Projektarbeit und den daraus entstehenden projektüberdauernden sozialen Beziehungen für die Beschäftigungsmöglichkeiten der im Projekt Arbeitenden beleuchtet werden. Hier gerät der Zusammenhang zwischen Projektlaufbahn und Erwerbsbiographien in den Blick.
Zum anderen wird gefragt, inwiefern Informations- und Kommunikationstechnologien verteiltes Arbeiten in Projekten und die Entstehung netzwerkartiger Beziehungen, die über die auf die Projektlaufzeit beschränkten Arbeitsbeziehungen hinausgehen, unterstützen.
Erkenntnisse zu diesen Fragen sollen gewonnen werden, indem Projekte zwischen Unternehmen aus den Bereichen IT/ Medien, Architektur/ Bauwirtschaft und unternehmensbezogene Dienstleistungen untersucht werden. Dabei kommt ein Methodenmix aus qualitativen (narrative und problemzentrierte Interviews) und quantitativen (schriftliche, teilstandardisierte panelartige Befragungen) Erhebungsmethoden zum Einsatz.
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